Euro-Fibu
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Euro-Hinweise zur FiBu (RW-Buch):
In RW-Buch 12 für Windows sind einige Euro-Erweiterungen integriert, die die Euro-Umstellung so einfach wie möglich gestalten werden. In der Hauptsache kommt dabei ein neuer Euro-Assistent zum Einsatz, der eine automatische Umstellung auf den Euro durchführen kann. Sicherungsdaten können damit automatisch in ein spezielles Verzeichnis umkopiert werden, die den Stand vor der Euro-Umstellung darstellen. Außerdem werden Prüfungen und eventuell Reparaturen vorgenommen. In den folgenden Kapiteln finden Sie noch weitere Umstellungshinweise:

Buchungsumstellung
Grundsätzlich werden alle vorhandenen Buchungen bei der Euro-Umstellung umgewandelt in Fremdwährungsbuchungen, also der Buchungsbetrag in DM bleibt erhalten, jedoch wird auf den Konten in Euro verbucht. Die Kontenwerte werden also alle auf Euro umgesetzt, da ansonsten keine jahresübergreifenden Auswertungen möglich wären. Auch der Gesetzgeber sagt aus, dass die zurückliegenden Kontenwerte ebenfalls umgerechnet werden. In RW-Buch basieren die Kontenwerte jedoch immer auf den Einzelbuchungen, daher die grundlegende Umwandlung auch der gesamten vorhandenen Buchungen.

Rundungsdifferenzen
Bei der Umstellung auf Euro kann es zu summierten Rundungsdifferenzen kommen, die aufgrund der Rundung von Einzelbuchungen entstehen können. Ein Endsaldo bei einem Konto wird immer als Summe der Einzelbuchungen ermittelt, daher führen Rundungen bei Einzelbuchungen zu einem anderen Endsaldo, als wenn dieser durch einfache Euro-Umrechnung errechnet würde. Nach der Umwandlung der diversen Werte erfolgt daher eine Buchungs-Reorganisation und eine Abfrage nach einer durchzuführenden Saldierung für die neu verbuchten Buchungsjahre. Die Saldierung sollte daher durchgeführt werden, da ansonsten die Rundungsdifferenzen bei den Einzelbuchungen nicht auf die jeweiligen Kontensalden umgesetzt werden. Die Rundungsdifferenzen sind manuell durch eine Buchung auszubuchen.

Umbuchungskonto Rundungsdifferenzen
Für die o.g. Rundungsdifferenzen muss in der Buchhaltung ein Konto vorhanden sein, damit diese Beträge verbucht werden können. Im Rahmen der Vorbereitungen auf die Euro-Umstellung wird das Vorhandensein dieses Kontos geprüft und eventuell neu angelegt. Die automatischen Rundungsbuchungen passieren jedoch nur für Splittbuchungen, die aufgrund von Summierungen innerhalb der Einzelbuchung eine Soll-Haben-Ungleichheit aufweisen.

Fehl-Kurse
Im Rahmen der Vorbereitungen auf die Euro-Umstellung wird das Vorhandensein von allen Wechselkursen geprüft und eventuell neue Kurse angelegt. Da diese Kurse mit einem fiktiven Wechselkurs von 1:1 angenommen werden, ist ein Abbruch der Umstellung und Bearbeitung der Wechselkurse mit Optionen / Währungsangaben zu empfehlen. Alternativ können Sie auch in der Buchungsmaske die jeweiligen Fremdwährungsbuchungen bearbeiten. In der Tabelle der Wechselkurse ist das Buchungsdatum dieser Buchung(en) in der Spalte ‘Gültig von’ zu ersehen.

Anlagegüter / AfA-Tabellen
Bei der Umwandlung der Anlagegüter-Werte werden die AfA-Tabellen besonders behandelt. Der in der AfA-Tabelle gespeicherte jeweilige Restwert wird nach der Euro-Umrechnung erneut berechnet, um Rundungsdifferenzen zu vermeiden. Bitte beachten Sie hierbei, dass keine Besonderheiten der Anlagenmaske hierbei umgesetzt werden, also z.B. ‘Nur volle Beträge abschreiben’ oder ‘Betragsaufteilung 1.Jahr’ etc. Bei der Berechnung wird daher nur verhindert, dass durch die Umrechnung ein falscher Restwert entsteht, der auf Rundungsdifferenzen beruht.

Buchungsvorlagen / Splittbuchung
Ähnlich wie die AfA-Tabellen kann es bei Buchungsvorlagen, die Angaben zu einer Splittbuchung enthalten und die zudem als Festbeträge festgelegt wurden, zu Rundungsdifferenzen kommen. Bei einer vorhandenen Buchungen werden diese Differenzen auf ein Umbuchungskonto gebucht, was jedoch bei einer Vorlage nicht sinnvoll ist, da diese ja für normale Buchungen in der Hauptwährung eingesetzt werden sollen. Sie sollten also solche Vorlagen in der Vorlagenmaske nach der Euro-Umstellung gezielt darauf untersuchen und gegebenenfalls korrigieren.

Währungs-Report
Die Reportausgaben können wahlweise in einer beliebigen Währung erfolgen. Dazu werden dem jeweiligen Report die hinterlegten Angaben zu dem gewählten Wechselkurs übermittelt. Wir haben im Lieferumfang einige Reports mit diesen Zusatzangaben ausgestattet. Die zu benutzende Währung wird über eine Auswahlliste oben rechts bei den Ausgabeoptionen im Drucken-Dialog eingestellt. Die Aufbereitung der Daten ist etwas umfangreicher, da die Beträge jeweils für die Ausgabe umgerechnet werden müssen.

Bei der Umrechnung der Währungsbeträge kann es aufgrund der Rückrechnung eventuell zu Rundungsdifferenzen kommen, die aber mathematisch begründet sind und auch vom Gesetzgeber so anerkannt sind und daher unvermeidbar sind. Das folgende Beispiel zeigt Ihnen dieses auf:

Ein Betrag von DM 499,00 wird auf Euro umgerechnet und ergibt:

499,00 / 1,95583 = 255,13464 also gerundet = 255,14 Euro

Die Rückrechnung von DM auf  Euro geht von dem gerundeten Betrag aus:

255,14 * 1,95583 = 498,9909 also gerundet = 498,99 DM

Dadurch ist eine Rundungsdifferenz von 1 Pfennig entstanden.

Die Ausgabe mit einem Währungs-Report ist nicht für alle Bereiche sinnvoll. Für die wichtigsten Bereiche sind entsprechende Reportdateien im Lieferumfang enthalten. Diese Report sind dabei mit einem W im Dateinamen gekennzeichnet, z.B. GUVW1.LST. Grundsätzlich kann aber jeder Report mit den Zusatzinformationen gestaltet werden, diese sind:

Allgemeines.AusgabeWährungBezeichnung
Allgemeines.AusgabeWährungKurs
Allgemeines.AusgabeWährungEinheit
Allgemeines.AusgabeWährungStellen

Ob und wie die zusätzlichen Währungsangaben im Report eingesetzt werden, ist alleinige Sache des jeweiligen Reports. Die Beispielreports zeigen die mögliche Anwendung nur auf.

Euro-Umstellung / Allgemeines
Hier möchten wir Ihnen noch einige allgemeine Infos zur Euro-Umstellung geben.

Umstellungs-Strategien
Speziell für das Umstellungsjahr kann ein Problem beim Jahresabschluß entstehen, wenn das zurückliegende Jahr in DM und das Folgejahr in EUR bearbeitet wird. Dieser Fall wird jedoch nur einmal auftreten, in Folgejahren wird ja mit gleichen Währungen gearbeitet, also nur noch mit Euro. Folgende Strategien können Ihnen helfen, die Problematik der Abschlußbuchungen im Umstellungsjahr zu lösen, für die Szenarien wird das Beispieljahr 2002 als Umstellungsjahr angenommen:

Umstellung auf Euro in 2002 sofort zum Jahresbeginn / Normalbuchungen in Euro / Abschlußbuchungen in Euro
Hier wird sofort auf den Euro umgestellt. Die Buchungen erfolgen in Euro, also der dann eingestellten Hauptwährung. Die Abschlußbuchungen im zurückliegenden Jahr, in dem normalerweise DM-Buchungen vorliegen, erfolgen ebenfalls in der neuen Hauptwährung Euro. Die Kontenwerte liegen alle als Euro vor, der Abschluß (Guv/Bilanz etc.) erfolgt durch eine Währungsumrechnung bei der Reportausgabe, also durch den sogenannten Währungs-Report. Hierbei erfolgt eine Rückrechnung von Euro auf DM. Rundungsdifferenzen können hierbei auftreten.

Umstellung auf Euro in 2002 sofort zum Jahresbeginn / Normalbuchungen in Euro / Abschlußbuchungen in DM
Hier wird ebenfalls sofort auf den Euro umgestellt. Die Buchungen erfolgen in Euro, also der dann eingestellten Hauptwährung. Die Abschlußbuchungen im zurückliegenden Jahr, in dem DM-Buchungen vorliegen, erfolgen in der alten Hauptwährung DM. Dazu wird mit Optionen / Währungsangaben zuerst die alte Hauptwährung DM wieder eingestellt. Die Kontenwerte liegen dann wieder als DM vor, der Abschluß erfolgt also wie bisher. Nach den Abschlußbuchungen und diversen Ausgaben wird durch den Euro-Assistenten wieder auf Euro umgestellt. Für die Abschlußbuchungen wird also nur kurzzeitig wieder auf DM zurückgestellt. Bei der Rücksetzung auf die alte Hauptwährung wird es nicht zu Rundungsdifferenzen kommen, da im Journal für jede Buchung der Währungsbetrag separat gespeichert ist.

Umstellung auf Euro in 2002 erst später nach den Abschlußbuchungen / Normalbuchungen in Euro als Fremdwährung / Abschlußbuchungen in DM
Bei dieser Variante erfolgt die Euro-Umstellung erst nachdem die Abschlußbuchungen im zurückliegenden Jahr erfolgt sind. Die laufenden Buchungen im ersten Euro-Jahr werden als Fremdwährung erfaßt, dazu muss mit Optionen / Währungsangaben ein Eurokurs vorhanden sein. Für DM ist dieser Kurs einzugeben:

1 EUR = 1,95583 DM, gültig von: 01.01.0001, gültig bis: <freilassen>

Durch den Wechselkurs können Sie also im ersten Euro-Jahr die normalen Euro-Belege verbuchen, die in diesem Beispiel als Fremdwährung erfolgen. Nachdem die gesamten Abschlußbuchungen und die diversen Ausgaben (Guv/Bilanz etc) erfolgt sind, können Sie mit dem Euro-Assistenten auf den Euro als neue Hauptwährung umstellen.

Rundungsdifferenzen bei Kontenwerten
Durch die Euro-Umstellung werden auch die zurückliegenden Jahre alle auf Euro umgestellt. Dabei werden die Journalbuchungen und dabei eventuell Rundungsdifferenzen bei jeder Einzelbuchung ebenfalls auf Euro umgestellt. Die Summierung der Rundungsdifferenzen aus den Einzelbuchungen kann zu mehr oder weniger großen Differenzen bei den Kontenwerten führen. Durch die Saldierung in allen Buchungsjahren setzen sich diese Werte fort, können aber grundsätzlich durch eine manuelle Eingabe der AB-Werte bei den Konten verhindert werden. Dazu kann bei jedem Konto in der Kontenmaske die Option ‘AB Manuell’ für das betreffende Jahr eingeschaltet werden. Diese Option verhindert, dass eine Saldierung für dieses Konto erfolgt, beläßt jedoch den AB-Wert mit dem eingetragenen Wert und setzt diesen Wert nicht auf 0 bzw. den Vorjahres-Endwert zurück. Im Rahmen der Euro-Umstellung könnte diese Option eingesetzt werden, um einen umgerechneten Wert von DM in Euro zu fixieren, da die Umrechnung vor der optionalen Saldierung erfolgt und damit auf diesen umgerechneten Wert festgeschrieben wird. Falls nicht mit der Fixierung der AB-Werte gearbeitet wird, sind die Rundungsdifferenzen manuell auszubuchen.

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(C) 1999-2012 Wachtmann Computer-Service  Stand: 16.05.2012